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12.02.2014 05:00 Alter: 12 Jahre

Maschinenaufstellung - Teil 1 - Freistehende Maschinenfüsse

Es gibt mehrere Arten eine Maschine aufzustellen. Was anfangs vielleicht ein wenig banal klingt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als eine Aufgabe bei der Anforderungen im Vordergrund stehen, dessen sich nicht jeder Ingenieur gleich bewusst ist.


Freistehende Maschinenfüsse

Üblich ist, dass Maschinen über starre Auflagepunkte verfügen, die vom Maschinenhersteller vorgesehen werden. Die weit verbreiteste Anforderung ist, dass die Maschine im Wasser stehen soll (Nivellierung), um eine hohe Präzision zu erreichen. Zusätzlich höhenverstellbare Aufstellkomponenten kommen dann zum Einsatz und werden zwischen den starren Maschinenauflagen und dem Boden platziert. Man bezeichnet diese Bauteile als Nivellierschuhe oder auch allgemeiner als Maschinenfüsse.

Sind die dynamischen Kräfte, die durch die Funktion der Maschine entstehen gering, kann man die Maschine ohne jegliche Verankerung auf die Nivellierschuhe stellen. Das Eigengewicht und ein Gleitschutz verhindern hier ausreichend das Fortbewegen der Nivellierschuhe oder der Maschine. Als Gleitschutz kommen elastomere Kunststoffplatten zum Einsatz, die fest auf der Ober- und Unterseite des Nivellierschuhs geklebt sind. Man spricht hier von einer freistehenden Maschinenaufstellung.

Die Vorteile der freistehenden Maschinenaufstellung

Die Vorteile liegen auf der Hand: keine aufwändigen Bohrungen in den Untergrund bzw. in das Maschinenbett, Einsparung von Verankerungsmaterial sowie Montagezeit und hohe Flexibilität bei einem nachträglichen Umplatzieren der Maschine. Ein weiterer Vorteil ist, dass die o. g. elastomeren Kunststoffplatten zusätzlich den Forderungen einer Schwingungsisolation gezielt angepasst werden können. Diese würden dann eine grössere Dicke aufweisen, die zur Schwingungsdämpfung und -isolierung beitragen. Gerade bei Abstimmungen in den tieferen Frequenzen, das heisst bei dem Einsatz von weicheren Schwingungsisolationsplatten, sind freistehende Maschineaufstellungen zu empfehlen, da keine Verschraubungen die Eigenbewegungen der Maschine behindern.

Maschinenaufstellungsbeispiele

Als Beispiel sind hier passive Schwingungsisolation zu nennen. Diese weichen, tieffrequenten Aufstellungen werden eingesetzt, um empfindliche Maschinen von externen Erschütterungen abzuschirmen. Aber auch die freistehende Maschinenaufstellung von Brearbeitungsmaschinen, wie Fräs- und Drehmaschinen, Schleifmaschinen, Pressen, bis hin zu grossen Rollenrotationsdruckmaschinen hat sich bereits tausendfach bewährt.


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